Mehr als jeder zweite CFO hält den Bilanzierungsprozess für zu anstrengend

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage durch Meritmind äußerten 62% aller befragten Ökonomen, dass sie den Bilanzierungsprozess als anstrengend oder gar als sehr anstrengend empfinden. Dies führt zu einem hohen oder sehr hohen Stressniveau, um innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu liefern. Von diesen 62% sind 55% Finanzdirektoren in einer Finanzabteilung.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass es in jeder zweiten Finanzabteilung großen Bedarf hinsichtlich der Veränderung und der Effektivierung von Arbeitsschritten innerhalb des Bilanzierungsprozesses gibt. Auf die Frage, wie gut man bisher Engpässe im Bilanzierungsprozess identifizieren konnte, antworteten 9 von 10 Befragten, dass man diese gut oder sehr gut identifizieren konnte. Welche die Engpässe sind, geht aus der Studie nicht hervor, es gibt aber die begründete Vermutung, dass es mit strengeren Regelwerken, mangelhafter Systemunterstützung und/oder mit personalrelevanten Fragen zu tun hat.

Automatisierung kann erleichtern

Die Möglichkeiten der Automatisierung, der Digitalisierung, der Robotik und der Unterstützung durch AI stehen in vielen Berufsgruppen hoch im Kurs. Dies gilt auch für die Finanzabteilungen. Auf die Frage, ob man Potenzial in der Automatisierung des Bilanzierungsprozesses sähe, antworteten 63%, dass es ein solches Potenzial gibt. Mehr als jeder Dritte antwortete, dass es sehr hohes Potenzial hinsichtlich der Automatisierung gibt. Nur 4% sagen, dass dieses klein oder nicht vorhanden ist. In dieser Studie sehen die Mitarbeiter größere Automatisierungspotenziale als ihre Chefs.

Vor dem Hintergrund des Digitalisierungstrends wurde gefragt, ob neue Kompetenzen in Finanzabteilungen benötigt würden. Es verwundert, dass 48% nur geringen oder gar keinen Bedarf sehen. Man kann spekulieren, ob diese Antwort zum Ausdruck bringt, dass die Weiterbildung der Mitarbeiter vorgesehen oder geplant ist oder ob die Antwort bestimmte Ängste zum Ausdruck bringt. Die Mitarbeiter neigen mehr dazu, den Bedarf an neuen Kompetenzen zu sehen, als ihre Chefs.

Outsourcing ins Ausland ist nicht mehr so angesagt

Etwa 10% der befragten Unternehmen in der Studie haben Teile des Bilanzierungsprozesses in andere Länder outgesourced. Ein Drittel kann sich vorstellen, diese innerhalb einer Periode von fünf Jahren wieder nach zurück zu verlagern. Die Hauptgründe sind die verbesserten Möglichkeiten zum Einsatz von Digitalisierungsalternativen sowie der Wunsch nach verbesserter Qualität.

Über diese Studie:
Meritmind hat schwedenweit acht Fragen mit Bezug zum Buchhaltungsprozess an Chefs und Spezialisten innerhalb von Bilanzierung und Controlling gestellt. Die Schlussfolgerungen basieren auf 156 Antworten, wovon 129 auf eine Leitungsfunktion referieren.

Skrivet av: Mathias Johansson